Was ist pferdeunterstützte Therapie?

Pferdeunterstützte Therapie (EAP - Equine Assisted Psychotherapy) ist eine Form von Erlebnistherapie – learning by doing. Durch intensive Erlebnisse in der Interaktion mit Pferden werden Emotionen und problematische Verhaltensmuster, aber auch Lösungsansätze und neue Verhaltensweisen anschaulich gemacht. Wachstum, Heilung und Veränderung finden durch Erleben und Üben weniger durch Reden und Diskutieren statt.

In der pferdeunterstützten Therapie führen ein staatlich zugelassener Therapeut und ein Pferdespezialist die Teilnehmenden durch verschiedene Aktivitäten mit Pferden. Anschließend werden dann die Beobachtungen, Verhaltensweisen, Gefühle, Gedanken und Zusammenhänge besprochen und erforscht. Die Teilnehmenden lernen und üben in diesen Aktivitäten selbstbewusstes Auftreten, Kommunikationsstrategien, kreatives Denken, Problembewältigung und Führungsqualitäten.

Pferdeunterstützte Therapie findet am Boden statt; Reiten ist nicht Teil der Therapie.

Pferdeunterstützte Therapie kann solchen Familien, Jugendlichen, Erwachsenen und Kindern helfen, die Probleme mit ihrem Verhalten, ihren Beziehungen, Drogen oder Alkohol, Depressionen, Angstzuständen, Wutausbrüchen, Trauma, Selbstkontrolle und Kommunikation haben. Auch bei Essstörungen und selbstverletzendem Verhalten spricht diese Therapieform oft an.

Weitere Informationen auch bei www.eagala.org (englisch).